05.09.2013

von B° MS

(Quelle: Distelhäuser Brauerei)

Ausbildungs-Rekord in Distelhausen

Ganz auf Nachwuchs setzt die Distelhäuser Brauerei: 16 Jugendliche werden dort derzeit in acht unterschiedlichen Berufen ausgebildet.

Mit einer Ausbildungsquote von elf Prozent liegt das Unternehmen weit über dem Bundesdurchschnitt.

Beim eigenen Nachwuchs gehen die Distelhäuser gern einen eigenen Weg. Während bundesweit die Zahl der Auszubildenden sinkt und sich immer mehr Betriebe aus der Berufsausbildung zurückziehen, steigt die Zahl der Azubis in der Distelhäuser Brauerei sogar: Derzeit werden dort 16 Jugendliche in acht Berufssparten ausgebildet, fünf mehr als im Vorjahr. Jeder neunte der 145 Mitarbeiter ist ein Auszubildender. Oder, anders ausgedrückt: Die Ausbildungsquote liegt in der Distelhäuser Brauerei zu Beginn des neuen Lehrjahres bei 11,03 Prozent – und damit mehr als doppelt so hoch wie im Bundesgebiet. Die meisten der 14 männlichen und zwei weiblichen Auszubildenden stammen aus Tauberfranken.

"Jugendlichen aus der Region die Chance zu geben, eine gute Ausbildung zu erhalten, ist uns ein wichtiges Anliegen", betont Achim Kalweit, Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei. Der Betrieb bilde bewusst über den eigenen Bedarf hinaus aus, deshalb könnten nicht alle Jugendlichen nach dem Ende der Ausbildung übernommen werden. Aber die Brauerei setzt schon immer auf den eigenen Nachwuchs, unter den Distelhäuser Mitarbeitern findet sich daher so manches "Eigengewächs". Das familiäre Betriebsklima, der gute Ruf und Bekanntheitsgrad, kurze Anfahrten und die Tatsache, dass oft schon Bekannte aus dem Heimatort dort arbeiten, erleichtern Azubis die Entscheidung für eine Ausbildung in Distelhausen.

"Duale Ausbildung" lautet das Schlüsselwort. Drei Jahre dauert die Ausbildung in Theorie und Praxis im Schnitt, für Abiturienten kann die Lehrzeit um ein Jahr verkürzt werden. Zur Distelhäuser "Azubi-Truppe" gehören neben sechs künftigen Brauern und Mälzern, drei Industriekaufleute sowie je ein Koch, Kfz-Mechatroniker, Metallbauer (Fachrichtung Konstruktionstechnik), Elektroniker (Energie- und Gebäudetechnik) und eine Fachkraft für Lagerlogistik. Das Duale Studium der Betriebswirtschaftslehre im Bereich Food Management, indem sich Theorie an der Berufsakademie und Praxis in der Distelhäuser Brauerei abwechseln, durchläuft ein Student.

Erstmals ist in diesem Jahr ein Student dabei mit dem kombinierten Bildungsgang "Ausbildung zum Brauer und Mälzer" und des Studiums "Brau- und Getränketechnologie" mit dem Abschluss Bachelor of Engineering.

Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte der jeweiligen Bereiche vermitteln die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse und geben Wissen und Erfahrungen weiter. Nur selten sind die 16 Jugendlichen gleichzeitig in dem Distelhäuser Familien-Unternehmen anzutreffen. Die Auszubildenden besuchen einmal in der Woche die Berufsschule – mit Ausnahme der Brauer, die für zwei Mal sechs Wochen im Jahr an der Brauer- und Mälzerschule in Ulm unterrichtet werden. Auch der Koch-Azubi erhält "gebündelten Unterricht" – im ersten Jahr in Bad Mergentheim, danach in Bad Überkingen.

Spezialkenntnisse erwerben die Auszubildenden im handwerklichen Bereich in vorgeschriebenen überbetrieblichen Unterricht bei der Handwerkskammer Heilbronn (etwa das "Errichten und Prüfen von Systemen zur Gebäudekommunikation" für Elektroniker).

Da es in Distelhausen keine Mälzerei gibt, absolvieren die künftigen Brauer und Mälzer diesen Teil der Ausbildung in einem Bamberger Betrieb. Wie allen neuen Mitarbeitern stehen den Auszubildenden in Distelhausen Paten zur Seite, die sie ins Unternehmen einführen und die sie um Rat bitten können.

Übrigens: Weibliche Auszubildende gibt es in der Brauerei seit rund 30 Jahren, darunter auch angehende Brauer- und Mälzerinnen. Sie sind dort längst keine Exotinnen mehr. Schließlich arbeitet auch eine der jüngsten Braumeisterinnen Deutschlands in Distelhausen.

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